Bella Italia – Reiserückblick Teil 2

Ich endete meinen Teil 1 mit der Schutzheiligen von Garda città, der Madonna del Pìgn, über deren Geschichte ich jetzt noch ein wenig schreiben möchte: Denn es war das eingelöste Versprechen des Dorfpfarrers Mons. Federico Segantini, der am 8. Dezember 1944, auch aufgrund der nahenden Gefechte und der deutschen Kriegstruppen, die Stadt GARDA unter den Schutz der Madonna stellte und während der Messfeier zur Festa dell’Immacolata versprach:

Wenn unser Dorf verschont wird von den Grauen des Krieges, werden wir eine Statue der Hl. Jungfrau Maria (Madonna) auf dem Hügel del Pìgn errichten, zur ewigen Erinnerung und Dankbarkeit.

(Anm.: Das war meine Übersetzung von der Passage auf der Gedenktafel)

Tatsächlich war der Norden Italiens und speziell auch die Umgebung von San Vigilio in GARDA, ein wichtiger Stützpunkt der Generäle Rommel, Kesselring und von Rippentrop.

Als die Alliierten den Pfarrer informierten, dass der Krieg zum 27.04.1945 endete und die Gardesaner von Bombenzerstörungen verschont geblieben waren, war es für Don Guido Santini klar: Das hatten sie der Hl. Jungfrau Maria zu verdanken! Durch die Verehrung der Hl. Maria, wurde dieses Wunder möglich, davon waren auch die frommen Bürger überzeugt. Zu Maria Himmelfahrt, den 15. August 1946, wurde die Statue feierlich empor gehoben.

Einmal mehr bekam ich eine Gänsehaut, wie weit die deutsche Geschichte doch ins heutige Ausland und in die heutige Zeit hinein reicht.

Interessanter Lichteinfall auf meinem Foto der Madonna

Die Heilige Madonna wird Abends beleuchtet und man sieht die Statue vom Zentrum der Stadt aus. Es hat etwas ehrfurchterbietendes, fand ich. Umso mehr, als ich dann von der Geschichte wusste.

Und überhaupt, kam mir dieser erstmalige Besuch in Garda città anders vor, denn Mutter Maria und die Heiligen waren dort sehr präsent fühlbar. Was genau meine Aufgabe vor Ort war, habe ich noch nicht erfahren…aber sie hätte wohl auch etwas mit meiner Zukunft zu tun. So viel wurde mir vor der Abreise nach Italien bereits verraten.

Castello di Desenzano (eher eine Burg aus dem 11. Jahrhundert)

Geführt war diese Reise also sicherlich, und ich könnte mir vorstellen, dass ich auch in manchen Orten am See (in anderen Leben) schon mal war. Bei mir war es z. B. die größte Stadt am Gardasee, nämlich DESENZANO, die ich per Fähre, besuchen sollte. Ich kannte die Stadt überhaupt noch nicht, wusste auch gar nicht, was ich dort sollte. So lief ich drauf los und sogleich spontan eine bestimmte Strecke am alten Hafen (porto vecchio) und kam direkt am Touristenbüro vorbei. Na, wie praktisch.

Am alten Hafen, nahe der Piazza Malvezzi mit der Schutzpatronin der Stadt: Santa Angela Merici

Der alte, historische Kern hat eine ganz besondere Atmosphäre und Ruhe ausgestrahlt. Und als plötzlich die Glocken einer Kirche anschlugen, war ich innerlich verzückt, als kannte ich diese Melodie nur zu gut. Es war eine so berührende Erinnerung, dass mir die Tränen kamen. Ein ziemlich klares Zeichen für mich, dass ich wohl schon einmal hier war oder gar dort lebte.

Ein Blick über die typisch italienischen Dächer in Desenzano

Überarbeitet: 02.09.22

3 Gedanken zu „Bella Italia – Reiserückblick Teil 2

  1. Elke Antworten

    Guten Morgen, liebe Vicky 💫 mit herzlichen Grüßen und bestem Dank für´s Teilhaben lassen an deiner Urlaubsreise nach Italien! Schöne Aus- und Einblicke sind hier zu sehen und auch solche, die du auf deine Art und Weise kritisch gesehen und beleuchtest hast…

    Mein besonderes Augenmerk fiel auf die grünen Oliven am Baum und die schönen Lichtaufnahmen… 😊💫☀

    DANKESCHÖN! 🙏

    Dann komm mal innerlich und äußerlich wieder gut zu Hause an, liebe Vicky, und für ALLES, was JETZT weiter auf deinem Weg auf dich wartet von Herzen viel Erfolg und
    Alles LIEBE,
    Elke

    • Vicky Sternchen Autor des BeitragsAntworten

      Vielen lieben Dank, liebe Elke! 😊 Meine über 140 Aufnahmen und Video’s sind alle gleich schön geworden und ein wahrer LICHTBLICK! So viel klares Licht kennen wir hier nicht im deutschen Land. Kritisch bleibe ich dennoch immer 😉
      DAS ist ein guter Hinweis von dir, liebe Elke: WO ist denn eigentlich mein zu Hause? Innerlich und äußerlich ankommen, am richtigen Ort – das wird mich die Tage mehr denn je beschäftigen. Lieben Gruß in deinen Tag!💫☀

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