Herbstbeginn 🌂🍂- Hermann Hesse

💨💦 Zum astronomischen Herbstanfang 🌂

https://www.youtube.com/watch?v=6NCcNSepzzw

Prosadichtung von Hermann Hesse / Rezitation: Christian Berkel

Anmerkung: Weh tut es ja immer noch, das ist nicht zu leugnen. Aber so soll es denn in Gottes Namen weh tun; ich überlasse die Krankheit sich selber, ich bin nicht dazu da, ihr den ganzen Tag den Hof zu machen. (H.Hesse aus: Der Kurgast) Wenn Hesse über das Werden und Vergehen in der Natur schreibt, ist seine Sprache auch in seiner Prosa fast lyrisch und spürt sensibel kleinsten Veränderungen nach. Ein Beispiel dafür ist die melancholische Beschreibung der welkenden Blüten auf der Terrasse des Autors, deren Anblick an Alter und Tod denken lässt: Hermann Hesse hat nicht wenige Gedichte, Briefe und Romanauszüge über die Jahreszeit hinterlassen, die für Wandel, Abschied, Vergänglichkeit und Verfall steht. Ulrike Anders hat Hesses im Suhrkamp Verlag erschienene „Sämtliche Werke“ durchforstet und mit „Herbst“ ein Kaleidoskop dessen erstellt, was den Schriftsteller am Nachsommer faszinierte. Da ist die Rede von langen Spaziergängen durch die Natur, von der Magie der Farben im Herbstwald, dem Duft des Weins, Kindheitserinnerungen an “Knabenstunden mit Schmetterlingsnetz und Botanisierbüchse” Der beginnende Frost bringt eine Sehnsucht nach dem sonnigen Italien, aber auch ein Gefühl der „Ofenbehaglichkeit“ im Zimmer, dessen liebevolle Einrichtung den Sommer über unbeachtet geblieben war.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.