Das Leben ist ein Topf von Erfahrungen

Unsere Vorstellung von einem richtigen Leben ist sehr geprägt von verschiedenen Einflüssen, Mustern und Glaubenssätzen. Wer sagt denn, dass ein “normales, gutes” Leben immer genau so ablaufen muss: Schule, Lehre, Job, Verlobung, Heirat, Haus/Eigentum, Kinder, Rente, Tod

Diese Begriffe umschreiben quasi in 10 Wörtern unser menschliches Leben. Erschreckend irgendwie….

Ist es vielleicht nur unsere Vorstellung und Überzeugung, weil es schon unsere Eltern so gemacht haben? Und weil alle um uns herum doch so leben. In Film und Gesellschaft wurde uns dieser Lebensablauf von Klein auf vorgespielt.

Ist es also eventuell nur ein Konzept, das uns angeboten oder gar untergejubelt wurde? Hauptsächlich um einen Staat zu finanzieren, die Banken zu füttern, den Konsum und die Wirtschaft am Laufen zu halten?

Als ich bemerkte, dass mein Leben überhaupt nicht der Norm glich und ich auch nicht die typischen Lebensabschnitte erlebte, fühlte ich mich komplett anders und auch falsch am Platz. Was war nur schief gelaufen bei mir und in meinem Leben? Warum ist mir das Glück der anderen nicht auch gegönnt? Eine Frau wünscht sich doch eine Hochzeit und eine eigene Familie. Das ist doch so!

Alle anderen Freundinnen hatten schon Kinder, einen Ehemann oder hatten es zumindest schon erlebt… 😉 Auch bin ich nicht die typische Karrierefrau sondern schon eher häuslich, familiär geprägt. Je mehr ich damit haderte, desto mehr verstärkten sich Schuldgefühle und Frust, weil ich nicht das bekam, was frau sich so sehr wünschte.

Die menschlichen Bedürfnisse und Gefühle, wie ich sie als Frau empfinde, sind auch existent – doch woher stammen sie? Ich begab mich auf die Suche und erkannte, dass diese lediglich aus einem vorgefertigten Lebenskonzept entsprangen.

Die Seele hat oft einen anderen Lebensplan mitgebracht

Das ist schmerzvoll und oft nur schwer auszuhalten. Weil wir nicht den Horizont haben, uns dafür zu öffnen.

Wenn wir aber den Sinn des LEBENS an sich besser verstehen können, dann relativieren sich unsere fixen Vorstellungen eines typisch bürgerlichen Lebens – so wie es eben (in Deutschland) sein sollte.

Wir verstehen, dass wir schon öfters inkarniert waren und dadurch schon viele Erfahrungen hatten auf der Erde. Und wenn wir zulassen können, das DIESES Leben vielleicht ganz anders werden SOLLTE, eben WEIL wir schon (fast) alles erlebt haben und es nicht wiederholen brauchen 😉 Wir erinnern uns nur nicht mehr an all die Leben vorher. Könnten wir das, würden wir über unseren sturen Kopf lachen und sagen: Ach, das hatte ich schon so oft – ich weiß, wie es ist, verheiratet zu sein und Kinder zu haben! Das brauch ich nicht noch einmal 😉

Das Leben muss nicht einfach sein, sondern gelebt werden

Eventuell dient ja unser aktuelles Leben, nur noch der Aufarbeitung alter Wunden und Verletzungen – der Wiedergutmachung, Heilung und Bereinigung des karmischen Punktekontos und final unserer Fortbildung und Entwicklung als Bewusstsein.

Und vielleicht ist diese Inkarnation so ganz anders und abnormal, weil sie als Abschlussfahrt auf der Erde gedacht ist.

Das ist zumindest meine Schlussfolgerung. Und es ist ein Trost für all die nicht erlebten Lebensabschnitte in meinem Leben.

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