Organe spenden trotz Corona-Infektion

Es gibt kaum Ausschlusskriterien für einen Organspender in Deutschland – wusstest ihr das? Mir war das bis gestern nicht bewusst. Die Organe können somit bei jedem Menschen mit dessen Einverständnis, egal welchen Alters und welchen Gesundheitszustands, entnommen werden. Einzig bei bekannten, übertragbaren Krankheiten, wie AIDS oder HIV oder auch teils bei akuten Krebserkrankungen, ist es nicht erlaubt. Aber jetzt kommt’s: Hat der Verstorbene allerdings einen positiven Corona-Test gehabt und verstirbt, dürfen die Organe verwendet werden! SARS-CoV-2 ist keine Kontraindikation!

Ja, ihr habt richtig gelesen! Eine bekannte HIV-Infektion wird berücksichtigt, unsere höchstansteckende, tödliche SARS-CoV-Infektion, für die wir über 2 Jahre in Zwangsquarantäne und -maßnahmen gesteckt wurden, stellt aber kein Problem dar.

Angesichts des Tages der Organspende am 04.06.22, wurde dieser Beitrag (siehe Fußzeile*) bei epochtimes.de veröffentlicht. Darin heißt es im Titel: Organspende in Corona-Zeiten auch bei positiv Getesteten möglich und weiter: Seit Kurzem kommen auch solche von Corona-positiv-Getesteten in Betracht.

Das nenne ich mal Realsatire…

Die COVID-Erkrankung, die uns als ‘übertragbare, höchstgefährliche Infektion’ verkauft wurde, wird nicht als Ausschlusskriterium angesehen?! Also der Organempfänger, der auch Immunsuppressiva einnehmen muss, ist kein leichtes Pandemie-Opfer, das man unbedingt schützen müsste? Ich kapier’s immer noch nicht. Vielleicht denke ich zu sehr um zwei Ecken?

Ja, ich bin etwas sarkastisch, denn spätestens mit dieser Tatsache, würde ich als gutgläubiger Mensch die ganze Pandemie-Geschichte doch ernsthaft in Frage stellen, oder nicht?

Was ist das also für eine Sensations-Nachricht! Und wo bleibt jetzt der Aufschrei in der Bevölkerung und in den Massenmedien? Das müsste doch eine Lawine an Rückfragen auslösen bei Experten und Journalisten, findet ihr nicht auch? Mancher Sender berichtete wohl kurz und knapp über diesen Tag, nur von jenem kleinen Detail, liest man so gar nichts.

Liebe Corona-Gläubige und Maßnahmen-Befürworter

Erinnert ihr euch an die strengen Auflagen im Falle eines Todes durch COVID-19? Angehörige durften nicht zu ihren Lieben, die Besucherzahl bei Beerdigungen wurde auf max. 15 Personen begrenzt usw usw. Und Abschied nehmen am offenen Sarg war allgemein untersagt in Bayern – und das gilt wohl bis heute: Waschen, Einkleiden und am offenen Sarg Abschiednehmen ist aus Infektionsgründen “grundsätzlich untersagt”. Nicht nur für Corona gibt es solche Vorgaben, sondern etwa auch für Verstorbene mit Polio, HIV oder Hepatitis B, heißt es z.B. in einem Artikel aus März 2022 vom BR24 (https://www.br.de/nachrichten/bayern/bestattung-von-corona-toten-richtiger-abschied-in-bayern-schwer,SxWbIdL).

Ein Abschied am offenen Sarg ist also aus Infektionsschutzgründen immer noch nicht möglich, denn in Bayern gelten strenge Regeln für die Bestattung von Menschen, die an oder mit Corona verstorben sind. Grund? Laut Bestattungsverordnung gelten sie als infektiöse Tote. (siehe: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayBestV-7)

Infektiöse Tote mit übertragbarer Krankheit, deren Organe aber verwendet werden dürfen? Ist das nicht ein genereller Widerspruch zur aktuellen Empfehlung der Bundesärztekammer?

Die Schlagzeile bei epochtimes hat mich genau deswegen auch so getriggert, und deshalb wollte ich es im Blog einfach mal erwähnt haben….

Neues aus der Affenwelt

Und meine Lieben…. die Bestattungsverordnung ist übrigens schon auf den neuesten Stand gebracht worden! Die Affenpocken kommen tatsächlich schon vor (§ 7 (2)) und man staunt nicht schlecht, denn es heißt darin unter Punkt 3: “Der Sarg ist deutlich mit dem Vermerk „Hochkontagiös“ zu kennzeichnen und darf ohne schriftliche Genehmigung des Gesundheitsamts nicht mehr geöffnet werden.”

Ist das zu glauben? Während bei SARS-CoV19 “nur” der Vermerk “infektiös” genügte, sind wir nun sogar bei “hochkontagiös”! Dagegen war die COVID-Ansteckungsgefahr also Pillepalle, oder wie ist das zu verstehen?!

UND Was sagen die Experten zur neuen Empfehlung der BÄK?

Da müsste man also eher auf den “Expertenseiten” nachlesen, z. B. im Ärzteblatt. Es gab wohl im ersten Quartal 2022 einen Rückgang um 30 % zum Vorjahr an postmortalen Organspendern, heißt es seitens des Medizinischen Vorstands der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Problem ist dabei wohl weniger, dass es nicht genug Verstorbene gab (denn wir wissen eigentlich um die Übersterblichkeit 2021/2022). Vielleicht liegt es ja daran, dass der Anteil Verstorbener mit Organspendeausweis leider auch Corona-Positiv getestet war und somit zunächst für eine Transplantation nicht in Frage kam? Denn:  „Menschen, die an COVID-19 akut verstorben sind, stellen ein erhöhtes Infektionsrisiko dar und sollten nur im Einzelfall als Organspender erwogen werden.“ meint Dr. med. Axel Rahmel. Er begrüßt deshalb die neue Richtlinie bzw. Empfehlung der Bundesärztekammer (BÄK) von Ende April 2022, die jetzt veröffentlicht wurde.

Wen’s interessiert: https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/Empfehlungen/Empf_SARS-CoV-2-positive-Organspender.pdf

Und im **Artikel des Ärzteblattes, heißt es noch:

….Letztlich ist das real existierende Risiko einer direkten Übertragung vom Spender auf den Empfänger noch unklar“, so Rahmel. (Anm.: Medizinischer Vorstand der DSO)

Hier müsse engmaschig evaluiert werden und es bestünde weiterhin Forschungsbedarf.

Daten zum Langzeitverlauf nach der Transplantation stünden bislang noch aus. Die Einwilligung der jeweiligen Empfänger ist einzuholen, um mögliche Risiken und die derzeit noch unzureichende Datenlage ausführlich zu besprechen…

**(https://www.aerzteblatt.de/archiv/225193/Organspende-Nebendiagnose-Corona)

Spass beiseite

Das Thema Organspende ist eine ernstere Sache für alle, die davon betroffen sind. Und auch ich hatte da mal eine befürwortende Einstellung, als ich noch ganz unbedarft und schlafend meinen jugendlichen Leichtsinn auslebte…..Aber aus irgendeinem Grund wollte ich den Ausweis nie ausfüllen, trotz mehrmaliger Anläufe. Etwas in mir hielt mich jedes Mal ab – es fühlte sich einfach nicht gut an und meine Zweifel waren zu groß.

Wenn ich heute alle Umstände bedenke, sowie die dunklen Hintergründe (z.B. Organhandel) und dem Verständnis von Körper- und Seelenanteile, dann ist dies wirklich eine unnatürliche Angelegenheit für mich. Das gleiche gilt auch für das umworbene Blutspenden. Und dennoch gibt es sicherlich viele dankbare Menschen, denen weitere Lebensjahre durch eine Spende geschenkt wurden.

Seitdem ich auch noch weiß, dass auch Geimpfte (ohne Wartezeit) zum Blut spenden gehen dürfen, hat sich für mich in diesem “Geschäft mit menschlichen Blut und Organen” leider kein gutes Gesamtbild ergeben.

Es muss jedem klar sein, der sich für eine Bluttransfusion oder ein Organ entscheidet: Das Blut oder das Organ kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit von geimpften Menschen mit oder ohne einem positiven Corona-PCR-Test.

Mit diesem Hinweis belasse ich es dabei und hoffe zumindest ein paar Denkanstöße gegeben zu haben.

NACHTRAG vom 13.06.2022: Das neue Projekt eines Österreichers wurde auf AUF1.TV vorgestellt. Vielen Dank!

Christian Stoiber hat das Projekt „Ungeimpft Blut Spenden Österreich“ ins Leben gerufen – hier können sich nur Menschen ohne Geninjektion als Blutspender registrieren. Als Empfänger können sowohl Menschen ohne als auch mit Injektion in Frage kommen. Das Projekt ist das erste und zurzeit auch das einzige dieser Art in Europa.

*Gelesen habe ich diese Neuigkeit bei epochtimes, leider hinter der Bezahlschranke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.