Warum gehst du auf Demo’s?

Was treibt dich eigentlich an, auf die Straße zu gehen? Ist es die Wut? Hilflosigkeit? Angst?

Der Ruf nach mehr Widerstand, mehr Aggressivität und weniger “Kuschelkurs” wird ebenfalls lauter. Wollt ihr wirklich einen Bürgeraufstand und Krieg, wie “früher”? Oder haben wir aus der Geschichte etwas mitgenommen und verstehen die Zeichen der Zeit als Weckruf der Menschheit? Waren Kriege jemals erfolgreich? Frei von Opfern, Leid, Schmerz und Blutvergießen? Sind wir wieder soweit uns gegenseitig (hin) zu richten?

Es gibt unter den Demonstranten auch Menschen, die wollen einfach nur mal wieder unter vielen Gleichgesinnten sein und anregende Gespräche führen, sich austauschen. Das tut auch gut. Ja, so manche/r erhofft sich auch den/die Partner/in für’s Leben endlich zu finden. Andere versuchen ihren Frust und ihren Ärger von der Seele zu schreien (das geht bekanntlich nun mal nur auf Demo’s). Und andere fühlen sich scheinbar berufen, den Retter der Nation oder gar der ganzen Welt zu spielen.

Und viele wollen einfach “nur” ein Zeichen setzen: Hey, seht her! Wir sind immer noch da und wir wollen und werden nicht aufgeben! Auch das Ego mag aufblühen bei der Fokussierung auf die Rollen als Widerständler und Demonstrant, aber damit nährst du eben nur jenes – nicht dein Bewusst-sein und weniger deine höheren, geistigen Fähigkeiten.

Nun, was auch immer der Antrieb sei. Es scheint mir wichtig, die Beweggründe für das Demonstrieren immer wieder auf’s Neue zu überprüfen. Ich persönlich gehe nur hin, wenn ich grünes Licht von oben erhalte. Meist ist es mir allerdings nicht erlaubt bzw. mir wird abgeraten.

Und meist steckt eben auch bei den Kritikern eine (Ur-)Angst dahinter und ein Opfer-Täter-Schema. Wenn ich mir meine Mitstreiter/innen so anhöre und ansehe, dann spüre und höre ich sehr wohl, dass sie von Angst getrieben sind vieles zu verlieren! Sie haben selbst Hab & Gut, das sie nicht aufgeben wollen an den Staat. Auch die Angst vor einer Impfpflicht, vor der Zukunft, vor Unfreiheit treibt sie an. Die meisten können und wollen das Land nicht verlassen und kämpfen deshalb für ihre Rechte, um hier wieder frei und normal leben zu können -wie vorher.

Ich frage mich, was unterscheidet diese Angst von der Angst der naiven oder gutgläubigen Bürger? Nichts. Genau.

Was ich sagen möchte damit, ist, bitte bleibt nicht stecken! Denn:

Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

wusste bereits Albert Einstein

Ich möchte niemanden be-werten, sondern ich beobachte das Geschehen einfach nur. Ich bin tatsächlich FÜR Bewegung und auch dafür, die Stimme zu erheben, wenn es wichtig ist. Gerne alle auf die Straße, das würde mir sogar sehr gut gefallen 🙂

Doch was ich auch sehe, ist, die damit verknüpfte Hoffnung, die die Demonstranten eben bewegt auf die Straße zu gehen – der harte Kern seit mehr als einem Jahr! Und die Enttäuschung, wenn dann doch wieder die nächste “Watschn” von Söder & Co. kommt. Das stachelt dann manche noch mehr an, andere verfallen in Lethargie, Stagnation oder Depression.
Es ist die verbissene Hoffnung, dass nur Demonstrationen etwas verändern können. Ist das so oder kann die Energie auch anders eingesetzt werden?

Gestern hat der liebe Dr. Wolfgang Wodarg einen Satz gesagt im Corona-Ausschuss, den ich gerne so weiter gebe:

” Es reicht nicht jetzt böse zu sein. Man muss weiter denken.”

Mit nachfolgenden, wunderbaren Zitaten, möchte ich heute gerne zum Nachdenken oder Umdenken anregen:

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Windmühlen und die anderen Mauern.“ – chinesisches Sprichwort


„Es ist nicht so, dass wir keine Lösung finden … es ist, dass wir das Problem nicht richtig sehen.“ – G.K. Chesterton


„Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt.“ – Buddha


„Manche Probleme brauchen gar keine Lösung, stattdessen verlangen sie nach der Reife, über sie hinauszuwachsen.“ 🙏 – Unbekannte Quelle

Wie viele Lichterarbeiter/innen werde auch ich besonders in Österreich sein mit meinen Gedanken. Und ich bin sicher, dass auch dort nicht nur einfache Menschen wirken (werden).

Zitate gefunden bei https://mymonk.de/problematisch/

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