Von Synchronizitäten und Legenden im Urlaub

Eine kleine Zusammenfassung meines Aufenthalts im Main-Kinzig-Kreis:

Eine zauberhafte Zeit habe ich die letzten Tage mit der Natur verbringen dürfen. Synchronizitäten, Führung und Aufgaben begleiteten mich. Es war sicherlich kein Zufall, dass ich in dieser astronomisch und energetisch intensiven Woche in dieser Region sein durfte – und eine Ferienwohnung gerade in einem Luftkurort bekam, der erstmalig im Jahr 795 urkundlich erwähnt wurde. Die Historie holte mich bereits wenige Stunden nach Ankunft ein. Wie gut, dass ich mich führen lassen konnte.

Ein besonderes Tal von dem aus viele Wege beginnen

Eine Burg und eine Burgruine sowie ein Schloß standen auf meiner Wanderplanung, doch zunächst wollte ich eine kleine Tour zu einem nahegelegenen Wald machen. Mit einem guten Handy-Navigationssystem hätte ich sicherlich die Wanderparkplätze auch problemlos gefunden – mein altes TomTom-Modell kannte den gewünschten Platz am sagenumwobenen Bernhardswald jedoch nicht. Und so begab ich mich mit “meinen Sinnen” und auf altmodische Art auf die Suche. Und das war mein Glück! Denn so kam ich an einem wundersamen, gigantischen Tal an, das mich von der ersten Minute an in den Bann nahm. Ein Mann mit Hund kam zum richtigen Zeitpunkt vorbei, um mir die Richtung zu weisen, denn es gab dort etliche Wege, die man hätte erkunden können. Mit seiner Hilfe startete ich auf dem richtigen Pfad (den ich sowieso nehmen wollte 😉 ) und kam dadurch von der Rückseite am Bachlauf entlang an den Märchenwald heran. “Wilde Männer” sollen hier gelebt haben und es heißt, dass ihnen einst ein Wunsch erfüllt wurde: ‘Solange ihr diesen Berg nicht verlasst, werdet ihr leben und niemals sterben’ – versprach ihnen ein graues Männchen, das in der Wildnis bei den Riesen zu essen und einen Schlafplatz fand, als Dank für ihre Großzügigkeit. Die Legende sagt, dass die wilden Männer gern alle jene, die ihnen begegnen und Heilung von Krankheit suchen, im Erkennen nützlicher Kräuter unterstützen und sie wären überhaupt nur gegen böse Menschen feindlich.

Im Bernhardswald

Im Wald selbst konnte ich es mir sehr gut vorstellen, dass hier einst Riesen gelebt haben. Die bizarren Steinformationen entstanden vor 200 Millionen Jahren und das Gebiet ist geologisch von Muschelkalk geprägt. Ich fand breitere Felsen am Wegesrand, dessen Felssplitter schichtförmig aufgebaut waren. Mir kam es vor wie versteinertes Holz und ich dachte mir, dass dieser breite Fels mit seinen Formen wohl ein versteinerter Baumstamm-Rest mit Wurzeln gewesen sein kann. Oh ja, wo solche gigantischen Bäume wuchsen muss es auch Riesen gegeben haben – redete ich mir ein. Getroffen habe ich GottseiDank keinen 😉

Nach einer Stunde Wegezeit wusste ich nicht mehr weiter – denn die Attraktionen der Riesen hatte ich bisher nicht gefunden, auch keine Schilder die etwas andeuteten. Zwei junge und sehr freundliche Forstmitarbeiter, die gerade eine Besichtigung am Spessartbogen beginnen wollten, begleiteten mich ein Stück und schenkten mir am Ende noch eine richtige Wanderkarte.

Es war wundersam, wie immer plötzlich jemand auftauchte wenn ich nach dem Weg suchte – zumal es keine guten Wegweiser gab und ich über Stunden niemanden zu Gesicht bekam – von den Waldtieren und Kühen mal abgesehen.

Weiße Kühe…

Auch als ich die nächstgelegene Stadt spontan erkunden wollte und gerade mühsam auf meinem Handy nach Orientierung suchte, sprach mich ein offenherziger Rollstuhlfahrer an, der mit seinem noch sehr jungen Kumpanen auf mich zu rollte – beide waren im Rollstuhl. Gerne nahm ich ihre Einladung an, ihnen in die Innenstadt zu folgen und es kamen ein paar nette Gespräche zusammen. Ihre fröhliche, lustige Art beeindruckte mich sofort – trotz ihres Schicksals.

Mir fiel auf, dass ich jetzt bereits 3x Hilfe bekam, gerade wenn ich sie gut brauchen konnte. Es erklärte sich mir somit erst im Nachhinein, warum ich teils komische Wege lief bzw. mich erst jenen Berg mühevoll hinauf quälte um dann doch wieder zurück zu laufen. Aber es musste eben alles zeitlich gut geplant sein, denn nur eine Minute später, wäre ich ja diesen gewissen Menschen nicht mehr begegnet. Das Gelächter der Waldvögel entging mir jedenfalls nicht, genausowenig wie die spitze Anmerkung, dass ich so doch meine Kondition üben könne… Und so schüttelte ich während der letzten Tage öfters mal den Kopf und wunderte mich über mich selbst, was ich denn da für einen Stuss laufe und das ich gar nicht weiß wohin ich wollte…

Als mich bei der letzten Wanderung am Abreise-Morgen ein eingeschlagener Waldweg dann tatsächlich direkt und ganz selbstverständlich zu meinem Auto zurück führte, fühlte ich mich wiedermal demütig und dankte für all die Hilfe, die ich als Menschenkind diese Tage erhalten habe. Und als mir das Navi im Auto die Ankunftszeit in Würzburg anzeigte, musste ich laut lachen. Denn es war dieselbe Uhrzeit, bei der ich am Montag an der Ferienwohnung eintraf.

3 Gedanken zu „Von Synchronizitäten und Legenden im Urlaub

  1. Elke Antworten

    Sei Willkommen wieder zurück, liebe Vicky, 💫 und hab DANK für deine schöne Reisebeschreibung… Ich glaube, wenn wir ganz bewusst darauf achten… ist wirklich Hilfe und Unterstützung stets für uns da… Du hast es ganz wundervoll beschrieben… soviel zu den Synchronizitäten… 😍
    Liebe Wochenendgrüße,
    Elke

    • Vicky Sternchen Autor des BeitragsAntworten

      😊 Vielen Dank, liebe Elke! Ich vermisse jetzt schon die sauerstoffreiche Luft…aber erst durch die Rückkehr in meinen ‘Zuständigkeitsbereich’ (Radius 25 km zum Wohnort) fiel der Groschen bei mir bzgl. dem Thema Gesundheit. Tage voller Geschenke für mich – so würde ich es beschreiben.

      Es ist wirklich wichtig aufmerksam zu sein, denn es steckt quasi in fast jeder Situation ein Hinweis oder ein Quentchen Wahrheit, das es zu entdecken gäbe. Wie oft hören und spüren wir diese Hilfe gar nicht…und genau solche ‘Eselsbrücken’ als Synchronizität erkannt, können uns Menschen helfen mehr zu erkennen. Liebe Grüße auch in Dein Wochenende 🤗

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