Habt ihr auch schon Fernweh?

Geht es euch auch ähnlich wie mir, dass es euch schon wegzieht von daheim? Endlich mal wieder verreisen und ein anderes Klima, andere Kulturen erleben? Also ich werde schon so langsam hippelig, wobei ich gar nicht scharf drauf bin, Tests, Impfnachweis oder anschließende Quarantäne als Urlaubsgepäck zu haben. Busreisen nur noch mit Maske? Nö, echt ned.
Aber ohne geht es wohl nicht mehr – zumindest wenn es nach den Plänen der Obrigkeiten im Regime geht. Man will halt jede/n mal “erwischt” haben, keine/r soll einfach so davon kommen wie bisher und in seinen wohlverdienten Urlaub kurz abhauen können. Die guten alten Zeiten sind vorbei – Reisefreiheit für europäische Bürger, hieß das doch, glaube ich …ich muss im Geschichtsbuch nachschlagen 😉
Ja ja, das schöne Europa. Wo willst Du mit uns hin…? Aber bevor hier die politische Nuance durchfärbt, bleiben wir doch lieber bei der sunny side of life !

Also heute zog es mich und meine Seele (also uns) nach längerem wieder in den Naturpark Spessart. Schon kurz nach dem Aufwachen war mir klar, HEUTE geht’s zum Wildpark im Spessart! Bei so viel Entscheidungsfreudigkeit kamen sogar meine eigentlich noch müden Glieder rasch in Fahrt. Ich bzw. wir haben da schon mal gelebt, an diesem bestimmten Ort – und so gefällt es uns wohl, immer wieder Mal dort vorbei zu schauen, im jetzigen Leben. Und es tat wieder sooo gut. Der Himmel war noch klar blau, die Luft sauber und sauerstoffreich. Ich hatte unbeabsichtigt absichtlich mein Handy zu Hause liegen gelassen, also keine Uhr dabei. Dafür ein bisschen Kaffee in der Thermoskanne, Wasser und ein bisschen was für den kleinen Hunger eingepackt. Ich freute mich auf diesen Ausflug bei Sonne pur und guter Luft, das Damwild und die Rothirsche wieder zu sehen und den Spessart zu grüßen.

Sogar kleine Wildschweinferkelchen waren da! Und die Großen waren eifrig am Schmatzen – das waren vielleicht Geräusche 😉 Ich lief mal eine andere Richtung durch den Wald, den Weg kannte ich nicht. Doch ich merkte schnell wie sehr bergab es ging und meine Gedanken liefen schon wieder voraus…nämlich zu dem Moment wenn ich diesen ganzen Weg wieder zurück, also im Anstieg, hoch müsste…oje…aber wie hieß es die Tage? Aufhören zu zweifeln und zu hadern! Bis dahin wusste ich auch nicht, dass der Ausflug mit dieser Lektion zu tun hatte…also erstmal weiter und den Waldspaziergang genießen. Jedenfalls lief ich immer dort entlang, wo es meine Seele wollte – d. h. an jeder Gabelung fragte ich sie und lief dann diesen bestimmten Weg. Am Haselbach entlang war es noch sehr schattig und kalt Mittags, da kam die Sonne noch nicht so über den Berg. Ich weiß nicht wie lange ich unterwegs war, es ging dann noch einen Weg über den Bach rüber und ich lief quasi wieder in Richtung zurück, allerdings weitaus höher am Berg als beim Herlaufen. Die Buchenblätter bedeckten noch den Boden, ein großer Sandstein funkelte und glitzerte in der Sonne. Ich fühlte mich gut, denn es ging sachte und gemächlich leicht bergauf, es war wirklich nicht anstrengend.

Irgendwann dachte ich mir aber, dieser Weg führt wohl ganz woanders hin, ich glaube ich bin zu weit gelaufen. Lieber umdrehen und den bekannten Weg zurück – auch wenn das nun wirklich wieder ein ganzes Stück mehr zu laufen wäre. Hmpf, aber warum lässt mich die Seele hier laufen und dann soll ich wieder umdrehen? Ich sah keinen Wegweiser und hörte auch nicht den Lärm, der anfangs von der Straße noch durch den Wald kam. Also zurück, ist doch nicht schlimm! Oder doch nicht? Ich entschied mich doch die Seele zu fragen, wo es zurück zum Wildpark geht. Echt? Auf diesem Weg weiter? Also ne, glaub ich ned. Das muss doch komplett woanders sein, ich wollte fast schon eigen-mächtig umkehren…aber dann gab ich nach, und lief – so wie es hieß – den Weg weiter. Und jetzt stellt euch mal vor, WO ich war. Ungefähr 50 Meter von der zweiten Gabelung entfernt, die ganz am Anfang nach dem Wildpark war. WOW! Also hätte ich soooo knapp vor dem Ziel tatsächlich “aufgegeben”! Ich wäre umgedreht und den ganzen langen Weg unten am Bach zurückgelaufen, weil ich nicht glauben konnte, dass ich hier meinem Ziel näher komme. Es war wirklich so, dass ich nur noch 10 Meter weiter laufen brauchte, da hörte ich plötzlich wieder diesen Hintergrundlärm, der am Anfang der Strecke zu hören war. Das gibt’s doch nicht! Gerade eben war davon NICHTS, gar nichts zu hören gewesen. Und ein paar Schritte weiter, musste ich dann schon lachen, als ich erkannte, wo ich raus kam. Und soll ich euch was sagen, ich musste nicht mal diesen steilen Berg zurück! Auch von der anderen Seite her keine Steigung in Kauf nehmen um wieder nach oben zu kommen. Huii, das war ja eine tolle Überraschung. Also am Besten ohne Hadern und Zweifeln, einfach mal drauf los… Ich bedankte mich natürlich gleich und es tat gut zu wissen, ein Navi immer aktiv zu haben. Ich nahm es schon Mal zur Hilfe als ich mich wirklich tief im Wald verlief, damals bat ich meinen Drachen Amaruk vorne weg zu fliegen und zu sagen wohin es weiter geht. Heute habe ich ihn nicht gebraucht. Jedenfalls ist es doch klar, dass wenn wir feinfühlig und sensibel bleiben, wir die Zeichen hören, sehen und verstehen. Denn wir sind mit Allem zu jeder Zeit verbunden. Jede Antwort auf mögliche Fragen existiert bereits und ist jederzeit abrufbar! Vertrauen und innere Ruhe ist der Schlüssel. Seit ich meinen Kompass nutze, gehe ich gerne und ohne Angst alleine Wandern im Wald. Denn meist habe ich nicht Mal das Handy dabei, könnte also gar nicht geortet werden oder selbst Hilfe anfordern. Aber ich möchte auch gar nicht soweit denken und gehe meist sehr schlicht “bewaffnet” los 😉

Beim Auto wieder angekommen, sah ich, dass 3,5 Stunden vergangen waren. DAS hätte ich nie gedacht. Mit einem Gratis-Sonnenbrand im Gesicht ging es dann wieder fitter zurück. Es war fast ein kleiner Urlaubstag. Ich merkte, dass meine Lungen freier waren, ich viel besser durchatmen konnte! DANKE, das habe ich gebraucht! Tschüss Spessart!

Und falls ihr auch einen kleinen Urlaubstag möchtet, könnt ihr ja mal was ausprobieren. Vielleicht braucht man gar nicht viel für einen Kurzurlaub am Meer … evtl. nur folgende Dinge:

  • einen ruhigen, grünen Ort in der Natur oder einen sonnigen Balkon
  • eine Sonnenliege, ein Handtuch, Sonnencreme – denn alleine der Geruch löst im Kopf sofort URLAUB(serinnerung) aus 😉
  • eine CD (z.B. von NEPTUN – Wohltuende Wasserwelt) Hier kannst Du dann wählen, ob Du einen Strandspaziergang möchtest oder lieber die Geräusche einer Küste mit Möwen, einen Fluss oder das Plätschern eines Baches im Wald. Wirklich toll was man sich alles visualisieren kann, wenn man die Augen zu hat und nur faul in der Sonne liegt. Mein Vorteil als Single ist dann noch, dass mich meist überhaupt niemand stört während ich mir das Urlaubs-feeling herbei zaubere 😉

Also, für welche Auszeit Du Dich auch immer entscheidest, wähle sie mit Hilfe Deiner Seele aus oder höre auf Dein Herz, was ihm / Dir gerade Freude machen könnte. Dann kann es auch richtig schön werden, auch wenn man nicht weit weg ist von Zuhause.

Fotoquelle: Privat – Hechtsee war das …glaub ich 😉

Veröffentlicht von Vicky Sternchen

Private Blogseite, Blog-Betreiberin von "Der Mensch im Wandel"

3 Kommentare zu „Habt ihr auch schon Fernweh?

  1. DANKE, liebe Vicky… 💫

    für deine so fühlbare und schöne Beschreibung deines gestrigen Tages.

    Na das war ja ein richtig spannender und entspannender Ausflug ins Grüne oder besser vielleicht auch ins Blaue… 😉

    Ganz liebe Grüße in deinen Sonntag und
    alles LIEBE,
    Elke

    1. Dankeschön, liebe Elke 💜 Dann warst Du quasi auch mit dabei, wenn auch etwas später 😉 Es war wirklich Urlaub, ich habe nicht mal gekocht gestern oder Haushalt gemacht – das darf dann heute nachgeholt werden……und natürlich ist auch eine Botschaft dabei gewesen, wenn es z.B. heißt: Also hätte ich soooo knapp vor dem Ziel tatsächlich “aufgegeben”. Ich weiß, dass viele wie ich auch Zweifeln und Hadern mit dieser “neuen?” Welt, die noch so gar nicht danach aussieht. Wir bewegen uns auf unbekanntem Boden, einer unbekannten Länge einer Strecke und sehen weder ein Hinweisschild, noch ein WILLKOMMENS-Schild auf unserem Weg 😉 Aber nur weil wir es noch nicht SEHEN, heißt es nicht, dass unser Weg der falsche ist! Und WIE NAH wir doch tatsächlich oft sind, merken wir erst, wenn wir uns nicht täuschen und beirren lassen, sondern im Vertrauen auf die eigene Wahrheit weiter gehen. 🙏 Gerne nehme ich deine lieben Grüße mit auf meinen Balkon, der nun auch mal gewischt wurde und mit frisch geölten Teakholz-Möbel zum Frühling schnuppern einlädt. Ich hoffe, Du hast auch einen wunderbaren SONNtag auf eurer Terrasse! Liebe Grüße zurück, Vicky

      1. Das hast du, meine liebe Vicky echt toll gemeistert würde ich sagen…

        Aufgeben so kurz vor dem Ziel geht ja gar nicht… ich nenne es sehr gerne HINGABE an die eine innere Stimme…

        Wie gut doch, dass du ihr gefolgt bist… 🤗

        Also für unseren SONN-Tag war wieder einmal LEUCHTEN von innen angesagt… gestern, bei unserem Ausflug schien die SONNE so hell und ganz lange… die Akkus waren voll aufgeladen… 😉

        Die Terrasse blieb heute allein für sich und für die Vogelfreunde, die da ihre Runden flogen… 😉

        Dir nun noch einen entspannten und gemütlichen Abend, liebste Vicky und morgen einen GUTEN Start in den Monat März…

        Herzlichst grüßt dich
        Elke

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