Ich konnte bisher eines recht gut: Loslassen…

…loslassen was sich nicht gut anfühlte in meinem Leben: Jobs, nervige Freunde, Partner und vor allem unsagbar schmerzvolle Momente und Gefühle. Das kann sich zunächst erleichternd anfühlen, oh ja! Aber dieser Schmerz holte mich wieder schneller ein als mir lieb war… Durch den Dualseelen-Prozess konnte ich besser verstehen, dass es auch anders geht. Nämlich Umstände, Menschen – ja vielleicht sogar das Leben – wieder ANZUNEHMEN lernen.

Das Annehmen ist nämlich so ganz anders als das Loslassen. Spür ruhig mal selbst rein und denke an etwas, was Dich gerade sehr stört oder belastet. Wenn du in dem Gefühl bist, dann versuche es wieder loszulassen, dich davon zu befreien und es wegzuschieben. Was passiert? PS: Das ist eine gute Möglichkeit zur Selbstbeobachtung 😉 Wenn du stattdessen einmal sagst: Ich nehme dich/diese Situation jetzt an – so wie du bist/ sie ist. Spreche es am besten laut aus (ausgesprochene Worte haben eine stärkere Kraft). Wiederhole es, wenn es nötig ist. Was passiert jetzt? Was passiert mit deinem Körper, deinem Atem…? Wie fühlst du dich jetzt?

Sich selbst zum Loslassen zu zwingen fand ich im Nachhinein genauso unsagbar schmerzvoll und grausam, wie die eigentliche Situation selbst. Was will ich denn damit erzwingen und vorallem zu was zwinge ICH MICH SELBST dadurch? Gefühle kann man nicht unterdrücken, das funktionierte noch nie wirklich…sie werden wieder kommen oder sich später als körperlicher Schmerz und in Form von Krankheit zeigen. Annehmen eines Umstandes, einer Nachricht kann sich viel richtiger und befreiender anfühlen. Das Akzeptieren von dem was gerade Ist, verbindet mit Allem-Was-Ist, unabhängig davon ob ich das nun als gut oder schlecht bezeichnen würde. In dem Moment bin ich wieder mit allen An-Teilen von mir vereint und in mir versöhnt. Entscheidend dabei ist, das man aus dem Urteilen und Verurteilen, also aus dem Täter-Opfer-Helfer-Kreislauf, für einen Moment wenigstens, heraus treten kann. Hier geht es um Selbstliebe, Wertschätzung, Verständnis für sich selbst und das eigene Leben. Klingt kitschig, ist aber so 🙂 Und mal ehrlich, wer einen Menschen wirklich aus tiefster Seele liebt oder geliebt hat, der wird ihn niemals wirklich hassen können, oder? Ja, ich habe meine Dualseele verlassen – er zwang mich dazu. Viel später erst heilte etwas in mir, durch das Annehmen seines scheinbar verloren gegangenen Anteils in mir. Und es ist wirklich befreiend, das Unschöne nicht mehr wegstoßen zu müssen oder mit aller Gewalt los werden zu wollen. Nein, es darf erstmal bleiben und es darf auch zu mir gehören. Als ein Anteil meines Lebens, meines Daseins als Seele und Mensch in diesem Leben.

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